Sprint, Sprung, Richtungswechsel: Schnellkraft ist die Fähigkeit, in kürzester Zeit möglichst viel Kraft zu entwickeln – und entscheidet in vielen Sportarten über Sieg oder Niederlage. Sie ist immer dann gefragt, wenn explosive Bewegungen erforderlich sind.
Schnellkraft setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: der Muskelkraft, der Koordination zwischen Nerven und Muskulatur sowie der Fähigkeit, Muskelgruppen möglichst schnell zu aktivieren.
Eine gut entwickelte Schnellkraft verbessert die sportliche Leistungsfähigkeit in vielen Bereichen – von Sprintstarts über Sprünge bis hin zu schnellen Richtungswechseln im Mannschaftssport.
Man unterscheidet Schnellkraft von der reinen Maximalkraft (der höchstmöglichen Kraft, unabhängig von der Zeit) und der Explosivkraft (dem Kraftanstieg pro Zeiteinheit zu Beginn einer Bewegung). Eine Sonderform ist die reaktive Schnellkraft, die beim sogenannten Dehnungsverkürzungszyklus zum Tragen kommt – etwa wenn nach einer kurzen, schnellen Abbremsbewegung (z. B. Landung nach einem Sprung) sofort wieder explosiv abgesprungen wird.
Trainiert wird Schnellkraft klassisch über zwei Wege: plyometrische Übungen (Sprung- und Wurfformen mit kurzer Bodenkontaktzeit) sowie Krafttraining mit moderaten Lasten, die bewusst mit maximaler Geschwindigkeit bewegt werden. Genau dieses Prinzip steckt in unserem Kurs Langhantel Intervall, bei dem explosive Wiederholungen im Intervallformat trainiert werden, sowie im Power Intervall, das gezielt Kraft- und Tempokomponenten kombiniert.
Voraussetzung für gute Schnellkraftwerte ist außerdem eine solide Grundlagenkraft – deshalb bauen wir Schnellkrafttraining im Personal Training meist erst nach einer Phase mit gezieltem Hypertrophietraining bzw. Maximalkraftaufbau ein, damit die Muskulatur die nötige Kraftbasis mitbringt, bevor die Bewegung auf Schnelligkeit trainiert wird.